2021


Leider können wir dieses Jahr nicht alle ausgewilderten Vögel aufzählen. Es sind zu viele.


Dohle Dohli

 

bekommen wir von einer Familie aus Bayreuth, die den Kleinen extra sehr weit fahren, damit er bei uns ein schönes Leben führen kann.

Eigentlich wollten wir Dohli auswildern, doch das Schicksal meinte es anders.... Vermutlich waren es Elstern, die sowohl Dohli als auch seine Liebste Dolinda durch das Gitter der Voliere hindurch angriffen. Dohli verlor dadurch einen Zehennagel und brach sich das Beinchen, Dolinda hingegen bissen sie den gesamten Fuß ab.....

Dohli hat sich sehr schnell wieder erholt und bleibt nun freiwillig bei seiner Dolinda in der großen Voliere.

 

Und wie das Leben so spielt kommt alles anders als gedacht. Nach dem Tod seiner Gefährtin zieht Dohli sich immer mehr zurück. Für uns ist es das Zeichen, dass er nun doch bereit für ein Leben in der Freiheit ist.  Wir bereiten ihn gut darauf vor und im Oktober 2021 ist es soweit. Er verlässt uns. Seitdem haben wir ihn nicht mehr gesehen.

 


Nona und Utrit

unsere zwei Racker haben sich verabschiedet. Erst hat Nona das Weite gesucht, drei Tage später sein bester Freund Utrit. Dieser ist zwar auf einem Auge blind, kommt aber in der Freiheit bestens zurecht.


Rabenkrähe Nona

 

wurde von seinen Eltern aus dem Nest geworfen und zog sich beim Sturz aus dem Nest ein verschobenen Halswirbel zu. Er trug den Kopf ganz schief. Aber jedesmal beim Füttern machten wir langsame und behutsame Drehungen, damit der Wirbel evtl. wieder in die richtige Position zurück rutscht. Mit Erfolg. Sein Kopf ist wieder gerade.

Im Oktober 2021 fliegt er in die Freiheit.


Der Wahnsinn geht weiter....

 

dieses Jahr ist es besonders schlimm. Dadurch dass viele Küken bei den Stürmen ums Leben gekommen sind, legten die Elternvögel nochmal nach. Mit dem Erfolg, dass auch diese Brut aus dem Nest geschleudert wird und viele bei uns landen. Da es so viele sind und wir sie selbstverständlich wieder auswildern, haben wir dieses Mal auf eine Namensgebung verzichtet.


Turmfalke Peppi

 

ist eines der Opfer, die ein sehr starker Sturm gefordert hat. Leider ist er aus dem Nest gefallen und die Eltern fütterten ihn nicht mehr.

 


Turmfalken Jill und Nemo

 

ging es ebenso wie Peppi. Auch sie wurden durch den starken Sturm aus ihrem Nest befördert. Ihr Geschwisterchen überlebte den Sturz leider nicht. Nemo (rechts) fast nicht. Man sieht, dass beide starke Abschürfungen haben.


Bussard Emil

 

Emil, der Bussard, den wir am 3.8.21 mit einem gebrochenen Oberarm, ziemlich ausgetrocknet und fast verhungert aus Schaufling bekamen durfte am 22.08.21 gesund und munter wieder zurück in seine Heimat. Zögerlich verließ er die Transportbox, doch dann schwebte er über die Wiese und rauf auf den nächsten Baum. Viel Glück, kleiner Mann


Sperber

 

flog in ein fahrendes Auto und zog sich Kopfverletzungen zu. Bis zu seiner hoffentlich baldigen Genesung lebt er bei uns.

 

Sperber ist Ende Juli wieder in die Freiheit entlassen worden.


Die zwei Flauschkugeln und der größere sind am 23.07. ausgeflogen.


Bussard Burli

 

kommt Anfang Juli 2021 mehr tot als lebend zu uns.

Wir glaubten, dass er bereits ins Regenbogenland gegangen sei, da bemerkten wir, dass er uns ansieht. Außer seine Augen konnte er überhaupt nichts mehr bewegen. Mit viel Aufwand, unzähligen Infusionen und gutem Zureden brauchte er Tage, bis er eingermaßen stabil war. Manchmal waren wir fast am Verzweifeln, doch.... Burli machte Fortschritte. Erst bewegte er sich robbend fort und konnte sich nicht auf den Beinen halten. Doch dann, gefühlte Monate später, konnte er bereits auf seinem Stoß sitzen. Von da an ging es täglich bergauf mit ihm. Trotzdem konnte oder wollte er alleine nicht fressen.

Fast zwei Wochen später war er soweit, dass er in die Voliere durfte und sich hier schlagartig verbesserte.

Am 20.07.2021 ist er stolz und dankbar ausgeflogen.


Bussardmädchen Karla

 

bekommen wir als 3 Wochen altes Küken. Sie ist aus dem Nest direkt auf eine Straße gefallen. Ein aufmerksamer Autofahrer nimmt sich sofort der Kleinen an und bringt sie zu uns. Nun verbringt sie die Zeit bis zu seinem Abflug tagsüber frei im Garten bei Gaia und Gunnar.

ist am 20.06.2021 das erste Mal geflogen, kommt aber täglich heim, um ihr Fressen "abzuholen" Nun kann das neue aufregende Leben beginnen....


Waldkäuzchen Mars und Jupiter

 

am 1.5.21 bekommen wir einen Anruf eines Jägers aus der Umgebung, dass zwei Babys unter seinem Hochsitz sitzen. Da ich vermute, dass es sich um Ästlinge handelt, bitte ich ihn, sie auf einen Ast zu setzen und abzuwarten, ob die Eltern sie füttern.

Nachdem der Jäger sich vergewissert hat, dass die Eltern in der Nähe sind, überlässt er sie "Mutter Natur"

Einen Tag später sitzen die Kleinen aber immer noch an derselben Stelle. Ich bitte ihn, sie zu mir zu bringen. Zum Glück, denn die Kleinen sind bereits sehr schwach und dehydriert. Durch Infusionen versuche ich sie zu stabilisieren. Mit Erfolg. Nach vorsichtigem Anfüttern verdrücken beide am nächsten Abend jeweils eine ganze mittelgroße Ratte.

 

Im Juli bringen wir beide zusammen mit Hubert und anderen auswilderungsfähigen Vögeln nach Regenstauf zum Auswildern.


Waldkauz Hubert

 

wird am 10.05.21 von einer aufmerksamen Reiterin während ihres Ausrittes gefunden. Sofort und ohne zu zögern nimmt sie ihn mit und bringt ihn zu uns.

Zum Glück, denn der Kleine ist bereits total dehydriert und völlig unterernährt. Er bringt nur 220 Gramm auf die Waage.


Waldkauz Schorsch

 

dieses "Prachtexemplar" hat einer aufmerksamen Dame sein Leben zu verdanken. Anstatt weg zu sehen, ergriff sie die Initiative und verständigte einen Tierarzt, als sie sah, dass am hellichten Tag ein Käuzchen unterwegs ist und Schwierigkeiten hat.

 

Der Kleine wurde rechtzeitig zu mir gebracht. Nun versuche ich, ihn am Leben zu erhalten.

 

Wahrscheinlich wird Schorsch dieses Wochenende ab 6.2.21 wieder in die Freiheit entlassen.


2020


Uhu

 

wurde am 6.9. zu uns gebracht. Ein aufmerksamer Mann fand ihn total in Draht verwickelt. Beherzt befreite er ihn davon.

Leicht verletzt, total zersaust, hungrig und apathisch brachte er ihn zu uns.

 

Am 10.9. wurde er von uns spät abends zum Fundplatz zurück gebracht und ließen ihn wieder in die Freiheit zurück. Sein direktes Ziel - der Baum, auf dem er geschlüpft ist und auf dem ihn seine Mama sehnsüchtig erwartete.


Lucia

 

wurde bei uns ganz schwach eingeliefert.

Nachdem wir sie aufgepäpelt haben und sie flugfähig war, durfte sie sofort zurück in die Freiheit.


Nabor

 

kam am 6.7.2020 durch einen örtlichen Tierarzt zu uns. Er und sein Geschwisterchen fielen in Hengersberg bei der Kirche beim Sturm aus ihrem Nest.

Das Geschwisterchen überlebte den Sturz leider nicht. Nabor brach sich dabei die rechte Schwinge. Der Bruch verheilt sehr schnell und gut und deshalb bringen wir ihn,  Syr und die anderen 3 flugfähigen Falken im Juli 2020 wieder zum Auswildern zum LBV nach Regenstauf.


Syr

 

bekamen wir Anfang Juli 2020 von einer anderen Pflegestation, die bereits überfüllt war.

Der Kleine war übersät mit Fliegeneiern. Sogar im Schlund und Rachenraum tummelten sich bereits Fliegenmaden.

Stundenlang säuberte ich mit einer Pinzette den Rachen des Kleinen, um die lästigen Dinger loszuwerden.

Den Fliegeneiern im Gefieder rückte ich mit Wasser und Seife zu Leibe. Fast 2 Stunden duschte ich ihn, um alle Eier entfernen zu können.

Nun geht es ihm gut und nervt Nabor.

 


3 Turmfalkenbabys

 

durften in diesem Jahr ihre Babyzeit bei uns verbringen. Als sie flügge waren brachten wir sie zusammen mit Nabor und Syr zum LBV nach Regenstauf zur Auswilderung


2019


Drosseln

 

Von einer anderen Pflegestationen übernahmen wir eine Sing- und eine Misteldrossel mit Federschäden. Nun dürfen sie so lange bei uns bleiben, bis ihr Federkleid wieder ganz ist. Dann werden sie in die Freiheit entlassen.

 

Im November bringen wir die beiden wiederum in eine andere Pflegestelle zur Auswilderung, denn bei unseren Greifvögeln hätten sie keine sehr lange Überlebenschance.


 Johanna, die Odelgrubentaucherin

 

Johanna wurde von einem Bauer auf einem Brett sitzend in einer Jauchengrube gefunden. Nur durch sein beherztes Eingreifen rettete er sie vor dem Ertrinken. Er duschte sie so lange, bis sie blitzblank war und brachte sie zu mir.

Nachdem ich mich nach einer Woche davon überzeugt hatte, dass es ihr gut gêht, brachte ich sie wieder in ihre gewohnte Umgebung zurück. Doch 2 Versuche, sie fliegen zu lassen, scheiterten. Ich sammelte Johanna wieder ein, brachte sie nach Hause und siehe da, sie konnte problemlos in der Voliere zu ihrer Nele fliegen. Wir vermuten, dass sie wegen ihr nicht flog.

 

Jetzt warten wir den geeigneten Zeitpunkt ab,sie wieder fliegen zu lassen.

Im März 2020 bringen wir Johanna zum LBV nach Regenstauf zur Auswilderung.


Petra, die Krähe aus Ruhmannsfelden

 

Petra bekamen wir von einer Familie aus Ruhmannsfelden. Sie hatte einen kaputten Flügel. Dass auch das Beinchen defekt war, bemerkten sie nicht.

Beim Röntgen stellte sich heraus, dass der Oberarm 2 x gebrochen war, aber bereits wieder am Verheilen war.

Das Beinchen macht Probleme. Leider liegen der Ober- und Unterschenkelknochen so weit auseinander, dass man Petra operieren müsste, um dieses wieder zu beheben. Geplant ist die OP für den 12.9.

Im Moment haben wir ihr Beinchen getapt. Sie benützt es, als wäre es heil. Sie frisst gut und hüpft mit Igor und Mimu draußen rum.

 

Im November geht es Petra so gut, dass sie uns verlässt.


Mimu, die Rabenkrähe aus Metten

 

Ein erneuter Hilferuf aus Metten: Eine junge Krähe kann nicht mehr fliegen und irrt in einem Garten herum. Da rundherum viiiiele Katzen sind, und die Frau den Vogel retten möchte, ruft sie mich an. Da ich an diesem Tag sowieso bei Tierarzt in Metten bin, nehme ich den kleinen Mann (er ist noch ein Ästling und bräuchte die Eltern) nach der Untersuchung sofort mit. Die Flugunfähigkeit wurde leider durch Menschen verursacht - er ist gestutzt. Igor freut sich sehr über den neuen Gefährten und nimmt mir einen Tag nach seiner Ankunft sogar das Atzen ab.

Im November 2019 fliegt Mimu in die Freiheit und freundet sich sofort mit einer wilden Krähedame an.


2018


Zirro, der Flugkünstler

 

Anfang August 2018 bringt uns unser Falkner einen verunfallten Sperber. Wir nennen ihn Zirro. Der Flügel hängt herab. Er kann nicht mehr fliegen. Bald bemerken wir, dass der Flügel nicht gebrochen, sondern nur verstaucht ist.

Im November 2018 durfte Zirro unser Flugkünstler wieder zurück in die Freiheit.

 

Noch im Jahr 2020 besucht Zirro uns immer wieder und freut sich, wenn er uns sieht

 


Josef, der Gefängnisvogel aus Straubing

 

Ein besonderer Hilferuf aus der JVA Straubing:

Ein Häftling schreibt uns 2018 in einen Bittbrief an uns, dass wir einen jungen, flugunfähigen Raben, der in der JVA im Garten landete, aufnehmen sollen. Dem Mann und seinen Mitgefangenen liegt das Tier sehr am Herzen. Sie geben ihm den Namen "Hansi" . Sie glauben,  dass dieser wahrscheinlich den Winter nicht überleben wird.

Normalerweise bitten wir die Finder, die Tiere zu uns zu bringen. Dieses Mal machen wir mal eine Ausnahme. Wir fahren nach einem Telefonat mit der zuständigen Stelle sofort los und versuchen, den Vogel (kein Rabe sondern eine Dohle mit kaputten Flügelfedern und ohne Schwanz) so sanft als möglich zu fangen. Dies gelingt uns relativ schnell, da er nur noch flattern, aber nicht mehr fliegen kann.

 

Zu Hause angekommen untersuchen wir das Tier erstmal. Auf den ersten Blick können wir keine Verletzungen feststellen, doch nach ein paar Stunden legt er sich auf die Seite, rudert mit den Beinchen und krampft sehr stark.

Nach der Gabe von Vitamin-B-Komplex entspannt er sich wieder.

Nun sitzt er zu seiner eigenen Sicherheit erstmals im geräumigen Käfig zur Beobachtung. Leider frisst er noch nicht. Außer einem Mega-Schnupfen, Würmer und Kokzidien konnten wir nichts feststellen.

Schnupfen und Würmer werden wir sofort behandeln, Kokzidien erst danach, denn ein Gesamtpaket würde er bestimmt nicht überleben.

 

September 2018 wurde Josef erfolgreich ausgewildert. Er kommt nicht mehr. Bestimmt ist er unterwegs auf der Suche nach Artgenossen. Leb wohl, kleine Dohle.


Matti aus Außernzell

 

Matti kommt als Nestling 2018 zu uns. Sie wird ganz alleine in einem Feld gefunden. Der Finder beobachtet erst mehrere Stunden lang, ob ein Elternvogel die Kleine füttert. Leider Fehlanzeige. Um sie vor Fressfeinden zu schützen bringt er das Küken zu uns. Wir päpeln die total dehydrierte kleine Maus auf. In der Zwischenzeit hat sie sich zu einem sehr hübschen Mädchen entwickelt. Leider können wir auch sie wahrscheinlich nicht mehr in die Freiheit zurücklassen, da sie ein kaputtes Beinchen hat und sich deshalb draußen nicht ernähren kann.

 

Ein paar Monate später ist es dann soweit. Matti darf in die Freiheit fliegen.